Literatur
Wie erinnern wir uns?
Wie überleben wir?
Wovon erzählen wir,
wenn niemand zuhört?
Hinrich von Haaren ist ein deutscher Schriftsteller, der Romane, Erzählungen und Theaterstücke schreibt.
In seinen Büchern beschäftigt sich Hinrich von Haaren besonders mit Formen der Erinnerung und wie diese auf die Beziehungen zwischen Menschen einwirken.
Jetzt
Hinrich von Haarens neuer Roman Wildnis ist im Sommer 2025 im Wallstein Verlag erschienen.
Es ist die Geschichte eines Mannes, der in der Mitte seines Lebens vor die Frage gestellt wird, ob seine Schwester als Kind durch seine Schuld umgekommen ist.
Bisher
Berlin vor dem Fall der Mauer, China vor dem Massaker am Tian’anmen-Platz: eine Welt voller uneinlösbarer Versprechen, eine Generation, die sich treiben lässt auf der Suche nach einem anderen Leben.
Blaues Reich. Winterstadt
Brandhagen
Brandhagen, ein norddeutsches Dorf in den späten sechziger und siebziger Jahren. Der Ich-Erzähler wächst in einer Familie auf, die von exzentrischen Frauen regiert wird und erlebt die Momente, wenn die Kindheit zu brechen beginnt: die erste Erfahrung des Betrugs, des Selbstbetrugs, der Trauer, des Schmerzes.
Die Überlebten
Die Liebenden werden zu Überlebten in diesen Erzählungen über die Möglichkeiten des Begehrens, der Hingebung und die Notwendigkeit, danach in aller Entschlossenheit weiterzuleben.
Stimmen
Wildnis
“Dem Autor des Romans gelingt es, in einer Momentaufnahme Worte zu konzentrieren, die das an sich poetisch nicht beschreibbare Phänomen “Menschen im Feuersturm” in einer einzigen Szene fassen.” (Alexander Kluge, FAZ)
“Hinrich von Haaren hat eine komplexe Figur geschaffen, die zwischen Schweigen und Sprechen steht. […] Für den Leser ist das packend, denn die Romanerzählung ist von hoher emotionaler Dichte. Dazu trägt auch die präzise Sprache bei, die trotz ihrer Literarizitätausgesprochen unprätentiös daherkommt.” (Louise Otterbein, FAZ)
“Wie Hinrich von Haaren die emotionalen Verschüttungen seines Helden schichtweise ans Licht bringt, ist erschütternde Lektüre, weil er eine lückenlos literarische Sprache für die Verirrungen seines in vieler Hinsicht verlorenen Helden gefunden hat - der sich mühsam den Weg erkämpft, mitten durch seine innere Wildnis.” (Katrin Krämer, NDR)
Blaues Reich. Winterstadt.
“Beim Porträt über China läuft der glänzend formulierende Haaren zur Höchstform auf.” (Dominika Meindl, Der Falter)
“Hinrich von Haaren erzählt eine eindringliche und sprachlich aufregende Geschichte, deren Szenerien kaleidoskopartig ineinander übergehen. "Blaues Reich. Winterstadt" ist ein dynamisch wogender Erzählfluss, der uns ebenso auf kleine Märkte in der chinesischen Provinz spült, wie auf den Platz des Himmlischen Friedens im Pekinger Sommer ’89. Der uns mitnimmt in höhlenartige Berliner Cafés und in die verstörenden Gefühlswelten einsamer Großstädter.” (Katrin Krämer, NDR)
Brandhagen
“Eines der Bücher des Jahres […] feinsinnig und humorvoll.” (WDR 5, Bücher)
“Von Haaren erlaubt seinem Ich-Erzähler eine eigenwillige, distanzlose Sprache. Mal scheint sie hastig erregt mit ihm davon zu galoppieren, mal stockt sie und tritt auf der Stelle, wenn die deprimierende Ausweglosigkeit des Dorfkosmos besonders schwer auf den schmalen Schultern lastet. Unbedarft und grenzenlos neugierig erkundet der schmächtige, eigenbrötlerische Erzähler alles, was das dröge Brandhagen zu bieten hat.” (Cornelia Fiedler, SZ)
Die Überlebten
“Die Überlebten lässt eine bemerkenswerte neue Erzählstimme hören, die sich mit den Möglichkeiten der Liebe unerbittlich genau beschäftigt, aber zugleich auf jene feinsinnige Art und Weise, die unter die Haut geht.” (WDR 5)